Im Test: Insane Labz I AM GOD

So ein vollmundiges Versprechen gibt kaum ein Pre-Workout Booster auf dem Markt. Deshalb musste ich mir unbedingt eine Probe besorgen und ausprobieren, was Insane Labz‘ Flagschiff so drauf (und drin) hat…

Inhaltsstoffe und Dosierung

Wer keine Ahnung hat, was all die lustigen Worte bedeuten, sollte jetzt in meinen Einführungsartikel spicken.

Wie man auf den ersten Blick sieht, sind die ersten beiden Zutaten in der Liste der proprietären Mischung billige Füllstoffe. Über Koffein brauche ich nichts mehr sagen, Taurin, Tyrosin und Betain sind übliche Zusätze, die allgemein Leistungs- und Konzentrationssteigernd wirken sollen. DMAE soll ebenfalls die kognitiven Fähigkeiten erhöhen, das ist aber nirgends nachgewiesen. AMPiberry ist die erste außergewöhnliche Zutat in der Liste und lässt Pumperherzen gleich höher schlagen (aber nur moderat, sonst wärs Cardio), weil der Name sowas wie AMP-Citrat verspricht. Schlechte Nachrichten hier, es ist nur ein blumiger Fantasiename für Wacholderbeerenextrakt. Als kleiner Spoiler vorab: Es ist wirklich kein AMP-Citrat drin, das hätte ich bemerkt. Also schnödes Gewürz. Da haben sich Insane Labz ja was tolles ausgedacht. Letzter Punkt in der Liste ist Yohimbe, das in Fat-Burnern recht beliebt ist. Yohimbin regt den Herzkreislauf an und erhöht die Körpertemperatur. Macht in einem Booster durchaus Sinn, kann aber recht unangenehm wirken, wenn es zu hoch und mit zu viel Koffein zusammen dosiert wird.

Löslichkeit und Geschmack

Die Löslichkeit ist allgemein durchschnittlich gut, da gibt es nichts zu meckern. Welche Geschmacksrichtung ich im erwischt habe, kann ich im Nachhinein leider überhaupt nicht nachvollziehen. Ich tippe mal auf Fruit Punch.

Der Geschmack ließ sich grob als „Fruchtiger Hustensaft“ beschreiben. Hab schon schlimmeres getrunken, aber ein Kaufargument haben Insane Labz hier sicher nicht geschaffen.

Wirkung

Nach wenigen Minuten setzt ein sehr starkes Beta-Alanin-Kribbeln ein. I AM GOD wurde damit wohl ziemlich vollgepackt. Kein weiterer Kommentar nötig. Nach 20-25 Minuten kickt das Koffein, das recht durchnittlich dosiert (300-400mg) zu sein scheint. Und das wars dann auch schon. Ja richtig gelesen! Weder eine nennenswerte Fokusverbesserung noch sonst irgendeine Wirkung treten ein.

Und das schlimmste: Nach ca. 25 Minuten lässt das Bisschen Wirkung, das I AM GOD zeigt, schon wieder nach! So hat man nach den ersten Sätzen schon einen Hänger. Wer den Booster benutzt hat, um ein Nachmittagstief oder sonstige Müdigkeit zu überwinden, ist jetzt aufgeschmissen. Zwei Espresso sind billiger und wirken lustigerweise länger!

Fazit

Jepp, außer Scumbag Steve passt hier kein Meme mehr rein. Insane Labz I AM GOD enttäuscht auf der ganzen Linie und ist dazu auch noch nuttenteuer. Eine dreistere Abzocke hab ich bei Supplements noch nicht erlebt. Ich werde nicht mal einen Affiliate Link in diesen Testbericht einfügen, denn I AM GOD sollte niemand kaufen. Ich schlage dem Hersteller eine Umbenennung vor. I AM LAME.

Insane Labz I AM GOD

40.00€
2.3

Dosierung

1.0/10

Geschmack

6.0/10

Wirkung

1.0/10

Preis/Leistung

1.0/10

Pros

  • Cooler Name
  • Dose kann mit Blei befüllt als Türstopper verwendet werden

Cons

  • Schwache Wirkung
  • Mäßiger Geschmack
  • Proprietäre Mischung
  • Beta Alanin
  • Riesen Enttäuschung