Die Suche nach dem besten Gym-Kopfhörer

Wie jedes Kind weiß, sind ordentliche Beats in den Ohren sehr hilfreich, wenn es darum geht, schwere Eisengegenstände durch die Gegend zu wuchten. Dabei stehen uns allerdings X Dinge im Weg:

Die Schwuchtelmusik, die aus den Gym-Lautsprechern plärrt. Laut quasselnde Bootsflüchtlinge, die nach jedem Set ihre 7kg-Hanteln durch das Gym werfen, als hätten sie gerade einen Powerlifting-Contest gewonnen. Literweise Schweiß, der immer da hin läuft, wo man es am wenigsten brauchen kann. Dazu körperliche Aktivität in allen erdenklichen Positionen. Und da wir aus dem Alter für Dosentelefone raus sind, sollte die Klangqualität auch ordentlich sein.

Die Geräuschkulisse im Ketten-Gym an jedem verdammten Abend

Weil ich ein verrückter Mongo bin, habe ich mich also dazu entschlossen, so viele geeignete Gym-Kopfhörer wie möglich in die Hände zu bekommen und für euch zu testen. Da ich aber auch noch wählerisch bin, habe ich beschlossen, mich auf nur eine Kopfhörervariante festzulegen.

Also erst mal ein Blick über die verschiedenen Varianten, die man im Gym so antrifft:

Bügelkopfhörer:

Gegenüber der In-Ear Variante waren die klassischen Bügelkopfhörer technisch schon immer im Vorteil. Aus dem einfachen Grund, dass sie schlicht mehr Platz für Technik und akustische Feinabstimmung bieten. Im Bluetooth Zeitalter macht sich der zusätzliche Platz vor allem durch Sendeleistung und Akku bemerkbar. Klanglich wird man in diesem Segment auch definitiv die zufriedenstellendste Lösung finden. In Sachen Isolation und Komfort liegen die großen ihrer Art auch ganz weit vorn. Aussortieren muss ich sie trotzdem. Hat man einmal ein Modell gefunden, das sowohl beim Bankdrücken als auch beim Sprinten auf dem Kopf bleibt, steht man immer noch vor dem Problem, dass man konstant die Ohrmuscheln vollschwitzt oder mit den Teilen irgendwo anstößt. Dismissed.

In-Ears mit Nackenbügel:

ääääh nein?

In dieser Sparte finden sich die klanglich brauchbarsten Vertreter der In-Ear Spezies. Wer jedoch regelmäßig schwere Hantelstangen in seinem Schulterbereich hat (Kniebeugen, Schulterdrücken etc.), kann sich jetzt schon vorstellen, warum diese Bauform für den Sport absolut ungeeignet ist. Next!

In-Ears mit Verbindungskabel:

In diesem Bereich finden sich letztlich die Modelle, die für Kraftsportler tatsächlich interessant sind. Das Kabel stört in der Praxis normalerweise (oder idealerweise) nicht und der Kompromiss zwischen Verbindungsstabilität, Akku und Sound ist hier einfach am besten. Deshalb werde ich in den kommenden Wochen auch so gut wie ausschließlich Modelle aus dieser Kategorie testen.

Truly Wireless In-Ears:

Sieht okay aus, funktioniert aber nicht.

An sich eine großartige Idee, aber zu diesem Zeitpunkt (August 2018) ist die Technik noch nicht ausgereift. Entweder klingen die Geräte miserabel oder die Verbindung ist so stabil wie das Ergebnis einer “Bachelor”-Staffel. Frühestens wenn Sennheiser mit einem Modell rauskommt, kann man davon ausgehen, dass die Technik serienreif ist.

Wie ich die Gym-Kopfhörer teste:

Das wird jetzt einige schockieren, aber ich stecke sie mir in die Ohren und gehe damit für mindestens eine Trainingseinheit ins Gym. Dazu mache ich noch mindestens eine Zug-/Busfahrt, um die Alltagstauglichkeit zu testen.

Die Wettbewerber bisher:

Bang & Olufsen Beoplay H5

Bose Soundsport Wireless

Plantronics Backbeat Fit 305

Jaybird X3

In den nächsten paar Wochen wird es hier also ein paar extrem sachliche Testberichte zu lesen geben. Einfach weil ich Bock drauf habe.

Falls mir noch weitere Modelle in die Finger geraten, nehme ich sie in die Liste mit auf. Oder kennt jemand von euch ein Modell, dass dringend in meine Testliste aufgenommen werden muss? Dann schreibt fleißig in die Kommentare!

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